Sinnesphänomene · 6 Min. Lesezeit
Schwere, Brustdruck und das Gefühl einer Präsenz
Flache REM-Atmung, alarmierte Amygdala und unscharfe Körperkarte ergeben das klassische „jemand sitzt auf mir“.
Kurz gefasst
Im REM-Schlaf wird die Atmung flach und überwiegend zwerchfellgesteuert, die Zwischenrippenmuskeln sind gehemmt. Wachst du darin auf, spürst du bewusst eine viel flachere Atmung – das Gehirn übersetzt das in Gewicht.
Gleichzeitig ist die Amygdala hochaktiv. Sie sucht Gefahr, findet keine Erklärung, und die parietalen Areale der Körperkarte erzeugen eine: eine Gestalt, eine Präsenz.
Studien zeigen: Stimulation dieser Areale erzeugt auch bei völlig wachen Menschen eine gefühlte Präsenz.
Du erstickst nicht. Das Zwerchfell arbeitet durchgehend; nur die willkürliche Kontrolle ist gehemmt.
- Flache REM-Atmung fühlt sich wie Gewicht an.
- Die „Präsenz“ stammt aus deiner Körperkarte.
- Langsames Ausatmen verkürzt die Panik.
Quellen & weiterführende Literatur
Links zu begutachteter Forschung und anerkannten medizinischen Organisationen.
- How to Make the Ghosts in my Bedroom Disappear? MR Therapy for sleep paralysis
Frontiers in Psychology, 2016
- A clinician's guide to recurrent isolated sleep paralysis
Neuropsychiatric Disease and Treatment, 2016
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